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Kuscheliges für den Herbst

Tadaaaa! Endlich ist es soweit! Und ich sage euch auch gleich, warum ich noch etwas mit dem Zeigen gewartet habe: Diese Frau hier freut sich dermaßen, dass es unbedingt bei „Frau freut sich“ gezeigt werden muss! Und dort „muss“ man (oder eben frau) ja bis Mitte des Monats warten. ;-)

Ich habe also meine dritte Strickjacke fertig gestellt. Hurra! Als erstes einmal ist die Wolle zu erwähnen. Die habe ich im Mai bei einem Kurztrip nach Düsseldorf spontan in einem süßen kleinen Wolllädchen gekauft, dem Atelier „Frohsinn“. Die Inhaberin Sibylle hat mich ganz zauberhaft beraten und sich wirklich viel Zeit für mich genommen. Das einzige, was ich ihr sagte war, dass ich mir eine lockerleichte Strickjacke für Frühjahr/Frühsommer stricken möchte. Nach welcher Anleitung, wusste ich da noch nicht, hatte nur ganz vage Vorstellungen. Allerdings wusste ich genau, dass es eine hellgraue Version werden sollte, damit ich sie zu allen Farben kombinieren kann. Denn im Sommer liebe ich knallige Farben, da sollte die Jacke einen Gegenpol zu bilden.

Schließlich landeten wir bei der „Ecopuno“ von Lana Grossa, ein Baumwoll-Wolle-Babyalpaka-Gemisch. Die Wolle fühlte sich weich und fluffig schwerelos an, das erschien mir genau richtig für einen Sommercardigan. Nachdem ich dann auf Anraten von Sibylle eine entsprechende Menge gekauft hatte, die ihrer Meinung nach sicher reichen musste, zog ich glücklich von dannen. Und brauchte dann den ganzen Sommer über, um mich für eine der Millionen wunderschönen Anleitungen zu entscheiden.

Nachdem ich immer wieder beim „Whippet Cardigan“ von ANKESTRiCK landete, wusste ich irgendwann, dass es genau der sein muss. Und auch, wenn meine Maschenprobe nicht ganz hinkam, war ich der Meinung, dass es genau genug war, um ohne Modifikationen loszustricken. Gesagt, getan!

Und hier ist er nun, mein wunderschöner, federleichter Cardigan! Ich bin wirklich verliebt.

Mit dem Anfang hatte ich ein bisschen zu kämpfen. Warum auch immer, ich habe es auch nach vier Versuchen mit diversen Techniken nicht geschafft, dass die Anschlagsmaschen so auf der Nadel lagen, dass ich sie ohne Verdrehen abstricken konnte. So sah das immer aus:

Aber nach diversen Malen Ribbeln habe ich es dann einfach so gelassen. Die Wolle wollte auch so langsam nicht mehr mitmachen, außerdem ist es meiner Meinung nach unauffällig genug, dass es im Nacken unter Haaren gar nicht so auffällt. Und wenn es jemand sieht: Das muss so! ;-D

Ich finde, dass er mir ganz hervorragend passt. Der einzige kleine Wermutstropfen, den ich finde ist, dass er am Übergang zwischen Schultern und Ärmeln bzw. in den Achseln zu weit ist. Hier sieht man es vielleicht ein bisschen:

Allerdings weiß ich nicht, ob das so gewollt ist (Fledermausärmel bzw. überzogene Ärmel sind ja recht modern zurzeit), oder ob es an der nicht ganz hinhauenden Maschenprobe liegt, oder ob ich einfach irgendetwas falsch gemacht habe. Da es nicht besonders auffällt und ich ja auch nicht den ganzen Tag mit ausgebreiteten Armen herumlaufe, bin ich trotzdem überaus happy.

Hier übrigens noch ein Bild von der Ärmelanprobe. Da wollte ich wissen, ob ich die Ärmel noch länger als angegeben stricken muss, da ich den Rippenteil ja mit einer kleineren Nadel gestrickt hatte, als vorgesehen. Hat aber ohne Anpassung wunderbar gepasst, ich mag sowieso etwas längere Ärmel.

Von der Wärme her ist der Cardigan auch genau richtig. Man kann ihn herrlich über ein dünnes Oberteil ziehen, um es dann schön kuschelig zu haben.

Okay, nun ist Mitte November, da ist es dann fast schon wieder etwas zu kalt. Aber ich habe die Jacke im goldenen Herbst schon ein paar Male angehabt und kann die Einsatzfähigkeit bestätigen. ;-)

So sieht er übrigens in flachem Zustand aus, um das auch noch zu dokumentieren. Hier während des Trocknens:

Nun geht es mit Riesenschritten auf den Dezember und damit auf die hektische Vorweihnachtszeit zu. Besinnlich finde ich die nämlich meistens nicht, und das liegt nicht einmal an dem ganzen Konsumgedöns, das einem dauernd unter die Nase gehalten wird. Aber gerade am Jahresende geht es bei uns auf der Arbeit immer hoch her und wir haben unser letztes Quartalsmeeting inkl. Weihnachtsfeier (was ich toll finde, aber es ist anstrengend). Da komme ich meist nicht viel zum Stricken. Mal sehen, was ich euch also im Dezember noch so zeige. Aber irgendetwas wird bestimmt noch fertig! :-)

Und jetzt verlinke ich mich wieder (siehe unten) und schaue mal, was ihr alles gezaubert habt.

Alles Liebe,
Eure „Ma“

Zusammenfassung:
Anleitung: „Whippet Cardigan“ von ANKESTRiCK
Größe: Größe L, gestrickt mit Nadeln 2,5 bis 3,5
Anpassungen: keine, außer die Nadelstärken etwas variiert, da ich nicht alle Größen als Nadelspiel für die Ärmel hatte; Details dazu auf meiner Ravelry-Projektseite
Wolle: „Ecopuno“ von Lana Grossa, Atelier „Frohsinn“
Verlinkt: Auf den Nadeln, Frau freut sich, Stricklust, Lieblingsstücke, Liebste Maschen, Dienstagsdinge, Creadienstag, Handmade on Tuesday

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17 Kommentare zu „Kuscheliges für den Herbst

  1. Sehr schön – die muss ich mir auch mal merken! Besonders das Muster hinten unten am Rücken sieht schick aus! Und die Wolle? Nicht kratzig oder hart? Bei Baumwollanteil bin ich immer misstrauisch.. Andererseits ist es bei uns im Büro immer so warm, dass wärmende wollige Dinge kaum auszuhalten sind..

    Liebe Grüße!
    Bastelschaf

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    1. Hallo Bastelschaf!
      Erstmal Danke für das Kompliment. 😊
      Und was die Wolle betrifft: Ich war auch erst etwas skeptisch, allerdings nicht wegen des Baumwollanteils, sondern wegen des Alpakateils. Denn ich habe schon ein paarmal Sachen mit bzw. komplett aus Alpaka gestrickt, die dann doch kratziger waren, als gedacht.
      Aber hier muss ich sagen, dass die Mischung für mich genau richtig ist. Die Jacke ist federleicht und kuschelig, aber eben genau wegen der Baumwolle nicht zu warm. Das ist exakt das, was ich mir erhofft hatte, denn zum einen soll sie ja auch an kühlen Sommerabenden getragen werden, zum anderen ist es wie du sagst im Büro oft so warm, dass eine wärmere Jacke zu viel des Guten wäre.
      Lange Rede kurzer Sinn: ich kann sowohl Wolle als auch Anleitung wirklich empfehlen. 😄
      Ganz viele Grüße, Annelen

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  2. Wow, was für eine geniale Strickjacke! Ich ziehe den Hut vor Deiner Strickkunst – ich würde verzweifeln :-) Die Jacke ist wunder-wunderschön geworden und steht Dir ausgezeichnet. Und Du strahlst sehr darin. Ich hoffe, die Stickjacke wird Dich viele Jahre begleiten und genau so zum Strahlen bringen!! Danke auch für Deine Verlinkung!! Liebe Grüße! Karin

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    1. Vielen Dank, liebe Karin! 😊
      Es stimmt, ich bin ziemlich glücklich über die Jacke. Vor allem auch, weil es echt Geduld braucht, so ein großes Teil und dann noch in dieser winzigen Nadelstärke zu stricken! 😂 Dass sie dann doch recht schnell fertig geworden ist, habe ich einem grippalen Infekt zu verdanken. 🙃
      Ich hoffe auch, dass ich noch eine ganze Weile meine Freude haben werde.
      Liebe Grüße und danke dir für die schöne Linkparty! 🤗
      Annelen

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  3. Ach du meine Güte ist die hübsch! Ich habe so einen Respekt vor dem Stricken, mich ein bisschen mal dran versucht und bin kläglich bei den Anfängen gescheitert. Umso faszinierter bin ich, wenn ich dann solche Ergebnisse sehe! Ich verstehe was du mit „zu weit unter den Ärmel meinst“, habe aber selber schon etliche Strickjacken gesehen, bei denen das extra so war und finde das rein äußerlich garnicht störend. Und solange du dich wohlfühlst ist alles gut :)
    Liebe Grüße,
    Sarah

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    1. Vielen Dank, liebe Sarah! 😊
      Ja, ich fühle mich zum Glück wohl, deshalb stört es mich auch nicht sehr. Und ich denke auch, dass das vielleicht doch so gewollt ist.
      Das Stricken selbst finde ich gar nicht so schwer, man muss hauptsächlich „nur“ die Fadenspannung gut halten können, finde ich. Alles andere kommt durch Übung. Man sollte nur vielleicht nicht gerade mit was Großem oder Socken anfangen. 😁 Ein einfaches Tuch in kraus rechts ist meiner Meinung nach die beste Wahl. Wenn man hübsche (handgefärbte und farblich abwechslungsreiche) Wolle nimmt, macht das auch schon viel her! 😄
      Liebe Grüße, Annelen

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      1. Ja genau an dem Punkt mit der Fadenspannung bin ich immer gescheitert. Ich kriege es einfach nicht hin, die Finger so lange zu halten und dabei dann auch noch Bewegungen auszuführen… eine schlichte Überforderung für mich. Vielleicht war ich aber auch zu ungeduldig zu Beginn und muss mich mit mehr Zeit nochmal daran versuchen. Jedenfalls Hut ab vor deiner Leistung :)
        LG

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      2. Und ich ziehe den Hut vor deiner tollen Nähkunst! Habe eben über deine Softshelljacke gelesen und die ist ebenfalls wunderschön!
        Morgen schreibe ich noch etwas dazu, jetzt wünsche ich erst einmal eine gute Nacht! 🙋🏼‍♀️😴💤

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  4. Liebe Annelen, ich bin vollkommen fassungslos, dass es wirklich „normale“ Menschen gibt, die so unfassbar schöne Strickjacken selbst stricken können. Die Jacke ist einfach herrlich, ein absolutes Neidstück und durch das Strickmuster ein echter Hingucker – auch in „nur“ Grau. So ein tolles Stück würde ich auch ganzjährig anziehen. Viele Grüße und eine schöne Adventszeit für dich!
    Meike

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