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Ein Nähkurs und seine Folgen

Auf Instagram hatte ich schon mein Leid kurz geklagt, aber hier muss ich es auch noch einmal wiederholen: Ich muss eine Zwangpause machen. Seit ca. zwei Wochen plagt mich eine Sehnenscheidenentzündung, weshalb ich eine Schiene verpasst bekommen habe, damit ich meinen Daumen und die entsprechenden Sehnen schone.

Sehnenscheidenentzündung

Stricken und Häkeln ist also momentan nicht möglich. Und Nähen eigentlich auch nicht.
Aber ich hatte mich schon für einen Nähkurs bei Naschl angemeldet und wollte den nicht sausen lassen – zu lange hatte ich mich schon darauf gefreut! Da ich die Finger ja noch bewegen kann und die linke Hand ebenfalls, baute ich darauf, dass JA und ihre Schwester D., die beide mit von der Partie waren, mir notfalls beim Schneiden und Zusammenstecken helfen würden.

Los ging es dann am Freitagnachmittag mit Stoffeaussuchen. Eigentlich wollte ich ja ein Shirt für mich nähen, allerdings hatten sie bei Naschl durch ein kleines Missverständnis leider nur die Kinderschnitte parat. Was aber nicht weiter schlimm war, denn schließlich habe ich einen zuckersüßen Neffen, den ich sehr gern benäht habe. Und das erst recht, als ich diesen tollen Monster-Stoff sah:

Stoffauswahl

Ist der nicht wunderbar? Die beste Wahl für mein Vorhaben, obwohl wir insgesamt so eine tolle Auswahl hatten, dass ich am liebsten den halben Laden leergekauft hätte! Nicht nur für Kinder und nicht nur Jersey, sondern auch Baumwollstoffe und welche für Erwachsene in allen möglichen Farben und Mustern – bei Naschl findet sicher jeder etwas nach seinem Geschmack!

Sorry, wenn das jetzt arg nach Werbung klingt, aber ich kann versichern, dass ich die aus eigenem Antrieb und vollster Überzeugung mache, da ich wirklich einfach begeistert war. Aber nun zurück zum Nähkurs: JA und D. suchten sich ebenfalls wunderschöne Stoffe aus, mit denen sie jeweils gegengleich ein Shirt für die Zwillinge von JA machen wollten. Und dann ging es auch schon los und wir erhielten von Nadja höchstpersönlich erst einmal eine Einweisung in die Computernähmaschinen.

Ich selbst habe ja mit meinem Schätzchen W6 N8000 auch schon so eine tolle Maschine, daher kannte ich die Funktionen schon ganz gut, passte aber bei den Tipps und Tricks umso genauer auf. Danach hieß es dann zunächst einmal: Schnitt auf Stoff übertragen und ausschneiden! Mit dem Rollschneider konnte ich sogar selbst ein paar Teile ausschneiden, doch war ich auch sehr froh, dass Nadja mir bei den Ärmeln schließlich behilflich war.

Dann war es soweit und wir legten los mit Nähen. Für mich hielt Nadja noch eine wunderbare Überraschung parat: Ich durfte mich an die Overlock setzen!

Nähen an der Overlock

Nadja warnte mich noch vorher vor der hohen Suchtgefahr, aber diese Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen. Und so nähte ich in Nullkommanichts und in einem Affenzahn die Nähte des kleinen Raglanshirts zusammen.

Raglanshirt Monster

So eine Overlock ist schon eine Offenbarung. Wie wunderschön und sauber die Nähte aussehen! Einfach fantastisch! Das bekommt man auch mit der tollsten Nähmaschine inkl. Overlockfuß und –stich nicht so toll hin.

Raglanshirt Monster
Raglanshirt Monster

Auch die anderen nähten glücklich vor sich hin – bis wir schon weit über der Zeit waren. Am Anfang hatten wir uns wohl ein wenig zu viel Zeit genommen… Zumindest wurden wir alle zum Großteil fertig. Bei JA und D. fehlten zum Schluss nur noch die Armbündchen und der untere Abschluss. Dank der schnellen Overlock hatte ich das Glück, auch diese noch mit der Zwillingsnadel an der „normalen“ Nähmaschine zu nähen.

Raglanshirt Monster

Und das hier ist das Ergebnis:

Raglanshirt Monster
Raglanshirt Monster

Edit 26.02.17: Und hier sind noch die wunderschönen Shirts, die JA und D. für die Zwillinge genäht haben:
Raglanshirts Affe und Elefant
Raglanshirts Affe und Elefant
Edit Ende

Zu Hause werde ich nur noch die Stoffkanten der Bündchen etwas zurückschneiden und das Halsbündchen absteppen, damit es sich nicht umklappt. Aber das mache ich erst, wenn es meiner Hand wieder besser geht.

Raglanshirt Monster

Nadja hat nicht zu viel „versprochen“: Wer sich einmal an eine Overlock setzt, möchte wirklich nur noch mit ihr nähen! Über kurz oder lang werde ich also wohl noch einmal investieren – aber eher über lang, denn jetzt wird erst einmal noch ordentlich mit der Nähmaschine geübt. Ich freue mich schon darauf, mir Kleider für den Sommer zu nähen. Und auch mein Mann darf sich in Zukunft bestimmt über das ein oder andere Kleidungsstück freuen. 🙂

Nun verlinke ich dieses tolle Shirt noch beim Creadienstag und wünsche euch allen eine schöne Zeit!

Liebe Grüße,
Eure „Ma“

Zusammenfassung:
Schnitt: Raglanshirt aus einer Ottobre
Größe: 122
Anpassungen: keine
Stoff: Jersey von Naschl (Mannheim)

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3 Kommentare zu „Ein Nähkurs und seine Folgen

  1. Sieht klasse aus… aber bitte bitte schone deine Hand, damit es nicht chronisch wird… ich spreche aus Erfahrung und hatte Jahrelang Probleme, die erst durch drei Jahre Elternzeit und wenig Zeit am Pc wieder verschwunden sind… jetzt sitze ich nur noch mit Bandage und Gelkissen und ergonimischer Maus auf der Arbeit am PC.
    Grüße Sonnenblume

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    1. Hallo liebe Sonnenblume!
      Vielen Dank für das Kompliment. Und ich werde deinen Ratschlag befolgen, auch wenn’s schwerfällt. Denn chronisch werden soll es bitte nicht!
      Eine ergonomische Maus für die Arbeit werde ich mir aber auch zulegen. Habe sehr viel Gutes darüber gelesen und werde es nun ausprobieren.
      Liebe Grüße, MA

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