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Was die Hände hergeben

Ich muss wirklich sagen: Wenn mir vor drei Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mal zur Strickliesl werde (wie mein Mann mich manchmal liebevoll schimpft), ich hätte ihn wahrscheinlich ausgelacht. Wer hätte gedacht, dass das so einen Spaß macht! Und dass es so schön ist, wenn man plötzlich etwas in Händen hält, das eben diese Hände selbst hergestellt haben. Etwas, das einem gefällt und worauf man stolz ist. Da dem nun aber nunmal so ist, kann ich auch heute wieder von dem berichten, was in der letzten Zeit entstanden ist.

Zunächst einmal eine Beichte: die Fäden des Anfangsstück vom Tischläufer sind immer noch nicht vernäht… Was das betrifft, ist also nicht allzu viel entstanden. Ich glaube, ich drücke mich einfach deshalb, weil ich Angst habe, das Ganze durch mein Vernähen zu verhunzen. Es soll ja eigentlich reichen, einen Faden drei-, viermal hin und her zu nähen und gut ist. Aber ich habe dann immer die Befürchtung, dass es doch ribbelt und fange an, dann zu verknoten, nochmal hin und her, noch einen Knoten… Bisher waren es ja immer nur ein paar Fäden, also auch genug Platz, um diese Vernäherei gut zu verteilen. Aber hier muss ich ja quasi jede Reihe einen Faden vernähen! Dazu muss ich mir noch Mut antrin-… äh anstricken 😉

Aber nun zu dem, was während dieser Mutanstrickphase so entstanden ist: der Loop aus der „Friedrichshain“-Alpakawolle ist fertig! Ich habe mich – wo ich schon einmal mit „ihrer“ Wolle stricke – von Jessicas Boyfriend Loop inspirieren lassen und frei nach Schnauze im kleinen Schachbrettmuster gestrickt. Natürlich ist er relativ kurz geworden, da ich ja nur einen Strang hatte, aber ich finde das gar nicht mal so schlecht. Größere und voluminösere Loops habe ich ja schon – und meiner Meinung nach sieht er einfach toll aus:

Loop Friedrichshain
Loop Friedrichshain

Außerdem habe ich noch eine zweite Mütze nach dem Muster „Man Thing“ gestrickt. Allerdings habe ich auch das etwas abgewandelt, da ich sie für mich machen wollte und die erste für mich zu groß gewesen wäre. Ich habe das Muster abgeändert in 4er- statt 8er-Kästchen (also immer 4 rechts, 4 links und das über 4 Runden, dann wird gewechselt zu 4 links, 4 rechts usw.). Dann wirkt es nicht zu sehr männlich 😉 Deshalb nenne ich die Mütze jetzt auch „Little Man Thing“. Die Abnahmen habe ich auch früher gestartet und schneller durchgeführt, nun passt sie perfekt!

Mütze „Little Man Thing“

Schließlich habe ich zum zweiten Mal den „Wurm“ angeschlagen. Diesmal mit 3,5er Nadelspiel und mit 110 Maschen. Ich habe auch das Bündchen breiter gearbeitet, bevor ich es nun doppelt nehme und zusammen stricke. Das war mir beim letzten Mal zu schmal. Soweit bin ich bis jetzt gekommen:

Mütze „Wurm II“

Achja: Aus dem Rest der Wolle vom „Little Man“ habe ich spontan noch ein Häkelarmband gemacht. Im Foundation Single Crochet gestartet, irgendwie zur Runde geschlossen und mit festen Reliefmaschen und noch eine Runde normalen festen Maschen verbreitert. Auf der anderen Seite auch noch eine Runde feste Reliefmaschen gehäkelt und das etwas schief Zusammengeschusterte durch das Vernähen der Fäden noch zurecht gerückt.

Häkelarmband „Rot“

Und weil’s so schön war, gab’s auch aus den „Olympia“-Wollresten ein Armband. Auch mit Foundation Single Crochet gestartet, aber diesmal nicht zur Runde geschlossen, sondern noch irgendwie hin und her rundgehäkelt und zum Schluss zusammen genäht.

Häkelarmband „Olympia“

Auf die ganzen Strickwerke bezogen, ist es richtig gehend schade, dass es wohl doch jetzt schon Frühling wird. Bei diesen so wundervoll warmen Temperaturen (in der Sonne reicht ja nun wirklich schon ein T-Shirt!) zieht doch kein Mensch Loops und Mützen an! Aber naja, vielleicht kühlt es ja doch nochmal ab. Und der nächste Winter kommt bestimmt 🙂

So, das war’s dann auch wieder!

Liebe Grüße von „Ma“

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2 Kommentare zu „Was die Hände hergeben

    1. Hallo Jessica
      Vielen Dank! Dabei ist die Bildqualität nicht die Beste… Aber das Stricken hat sehr viel Spaß gemacht. Es war mein „erstes Mal“ mit Alpaka-Wolle 🙂
      Jetzt will ich schnell meine anderen Wolleinkäufe verstricken und -häkeln, dann „darf“ ich wieder bei dir einkaufen! 🙂
      Liebe Grüße, Ma.

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